Erlangen Bozen

Erlangen und Bozen – eine Städtepartnerschaft

Am 14. Juni 2018 wurde die Städtepartnerschaft zwischen der fränkischen Stadt Erlangen und der Südtiroler Landeshauptstadt offiziell vom Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi und Oberbürgermeister Dr. Florian Janik besiegelt. Ausgang war die Seligsprechung des 1910 in Bozen geborenen Josef Mayr-Nusser, der im März 2017 im Bozner Dom durch den Gesandten von Papst Franziskus, Kardinal Angelo Amato. Josef-Mayr-Nusser stellt somit eine historische Verbindung der beiden Städte dar und steht für die Mahnung, Frieden und Demokratie zu bewahren.

Mit dem 5. Oktober wurde ein Gedenktag für einen Mann geschaffen dessen Schicksal beide Städte verbindet. Josef Mayr-Nusser wurde, nachdem die deutsche Wehrmacht im September 1943 in Südtirol einmarschiert war, zum Militärdienst eingezogen. Nachdem er am 3. Oktober 1944 in Konitz/Westpreußen den Eid verweigerte, wurde der Widerstandskämpfer wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode durch Erschießung verurteilt. Auf dem Transport nach Dachau verstarb Josef Mayr-Nusser am 24. Februar 1945 in einem Viehwaggon bei Erlangen an den Folgen von Haft und Hunger.

Begraben in Erlangen wurden seine sterblichen Überreste 1958 nach Südtirol überführt, wo er an der Außenmauer der Kirche von Lichtenstern am Ritten beigesetzt wurde. Seine letzte Ruhestätte befindet sich heute im Dom zu Bozen. Im Rahmen der Städtepartnerschaft wollen die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen und die Stadt Erlangen in den Bereichen Kultur, Sport, Jugend, Kirche, Bildung, Integration, Wissenschaft, Tourismus und Genuss zusammenarbeiten.

Erlangen unterstützt Kinderherz – Verein für Herzkranke Kinder

In Zusammenarbeit mit Dr. Ulrich Seitz, dem Präsidenten von Kinderherz plant die Holzherz-Manufaktur ein Benefizevent zugunsten Herzkranker Kinder in Südtirol. Auf Anfrage an Oberbürgermeister Dr. Florian Janik unterstützt die Stadt Erlangen das Vorhaben mit einem ansehnlichen Zuschuss. Ich freue mich immer über Aktivitäten in unserer Partnerstadt Bozen, die von Personen aus Franken gemeinsam mit unseren Freundinnen und Freunden in Südtirol organisiert und unterstützt werden schreibt Dr. Janik in einem persönlichen Brief. Hierfür möchten wir uns herzlich bedanken.

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