Fränkisches Bier

Fränkisches Bier – Braukulturland Franken

Fränkisches Bier, das ‚flüssige Gold‘ wie das Gebräu aus dem Frankenland auch genannt wird, ist für Kenner eine wahre Gaumenfreude. Rund 300 Brauereien – die meisten davon in Oberfranken – brauen mehr als 1000 verschieden Biere. Vom kleinen Brauer, über Mittelständlern bis hin zu Gasthausbrauereien ist alles vertreten.  Die höchste Brauerdichte der Welt, findet man in der Fränkischen Schweiz, die sich über Teile der Landkreise Bamberg, Bayreuth und Forchheim erstrecken und zur nördlichen Fränkischen Alb gehören. Zu den bekanntesten Orten der Fränkischen Schweiz gehören Pottenstein, Gößweinstein, Ebermannstadt, Streitberg, Muggendorf, Egloffstein und Waischenfeld mit ihren Höhlen und Burgen.

Frisches fränkisches Bier – ‚a Seidla hald‘

Ein Franke bestellt kein Glas Bier, sondern ‚a Seidla‘ das ist die Maßeinheit für einen halben Liter Bier in Franken. Auch heute ist es noch Tradition, dass man seine eigene Brotzeit auf dem Bierkeller mitbringen kann und sich diese bei einem Seidla schmecken lässt. Viele kleine Brauereien betreiben neben der Kunst des Bierbrauens auch Biergärten oder Gastwirtschaften, wo man deftige fränkische Spezialitäten wie Sauer-, Schweinebraten oder Hausmacher Brotzeiten genießen kann. Doch die Krönung der fränkischen Küche ist das ‚Schäuferla‘, das Schulterstück mit Knochen vom Schwein, wo die Schwarte kreuzweise eingeritzt und knusprig-goldbraun gebraten wird. Eben ‚Gracherd‘ wie der Franke sagen würde. Oft wir zur Soße dunkles fränkisches Bier verwendet, serviert mit Kartoffelknödeln ugs. Kniedla oder Gläiß kommen Menschen von weit her um diese fränkische Spezialität mit einem Seidla zu genießen.

Franken – die Heimat der Biere‘

Fränkisches Bier ist etwas Besonderes. Drei Biersorten sind in Herstellung und Geschmack einzigartig und weltweit bekannt. Zwickelbier – auch Kellerbier genannt, ist das ‚flüssige Brot‘ der Franken. Es wird nicht gefiltert und somit bleibt es naturtrüb. Dadurch behält es seine vielen wichtigen Nährstoffe und gilt als sehr verträglich und süffig. Rauchbier – entweder man mag es nicht, oder man kommt nie wieder davon los. Das herb-würzige, dunkle bis schwarzbraune Rauchbier hat ca. 13 Prozent Stammwürze, was einem Alkoholgehalt von ca. rund fünf Prozent entspricht. Die spezielle Note ist durch die Herstellung bedingt. Der schwelende Rauch durchströmt das Malz, ehe sich dieses mit dem Hopfen im Sud vermischt. Ungespundetes Bier – Der Unterschied zum ’normalen Bier‘ ist, das das vier bis sechs Wochen lagert aber eben ohne Druck. So entsteht weniger Kohlensäure und ein spezieller Charakter. Diese Biere sind in der Regel unfiltriert, von heller bis bernsteinartige Farbe. Das Malzaroma und auch die Bittere lassen sich intensiver schmecken.

Die kleinste Brauerei Frankens

Braumanufaktur HertelEs gibt sie wirklich, die kleinste Brauerei Frankens. Die ‚Braumanufaktur‘ Hertl in Schlüsselfeld. David Hertl ist Braumeister mit Leib  und Seele und außerdem jüngster Braumeister und Biersommelier Deutschlands. Außer den Klassikern wie Kellerbier braut David Craft Bier mit Namen wie Motoröl, Gurken Gose und Whiskydoppelbock, um nur einige der außergewöhnlichen Kreationen zu nennen. Hier lässt David Geschmacksgranaten entstehen, die nicht nur Bierkenner faszinieren. Das Highlight aber sind seine ‚Männerseminare  – Betrinken auf Hohem Niveau‘, mit BBQ, wissenswerten Hintergrundinfos, Bierbeschreibungen und in angenehm legerer Atmosphäre.

In diesem Sinne ‚Hopfen und Malz – Gott Erhalts‘

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