Latschenkiefer (Pinus mugo)

Latschenkiefer oder doch nicht?

Latschenkiefer, oder vielleicht doch eine Zirbe? Oft wird sich diese Frage gestellt.

Die Zirbe (pinus cembra) ist zwar, wie die Latschenkiefer (pinus mugo) ein Kieferngewächs, dass erst ab ca. 1500 Höhenmetern in den Alpen wächst, doch die Unterschiede zu ihrem Verwanden sind eigentlich nicht zu übersehen. Die Zirbe ist ein großgewachsener Baum, der mehr als 20 Meter hoch werden kann, während die Latschenkiefer eher flach und buschartig daherkommt und nur wenige Meter an Höhe misst. Ein leicht zu erkennender Unterschied zur Unterscheidung ist die Anzahl der Nadeln. Der Trieb der Zirbe weist mehrere Büschel zu fünf Nadeln auf, die der Latsche dagegen zwei.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Zapfen. Mit einer Länge von bis zu 9cm und einer Breite von bis zu 7cm, sind die oft bläulich-violett gefärbten Zapfen der Zirbe um einiges Größer als die der Latschenkiefer, die bis zu 5cm lang und 3 bis 4cm breit werden können. Zirbenzapfen werden zur Herstellung von unterschiedlichsten Produkten wie Zirbenschnaps, Zirbenlikör oder auch Zirbensirup verwendet. Auch für das Braten und Backen sind seine ‚Nüsse‘, die Samen bestens geeignet.

Produkte aus Latschenzapfen gibt es hingegen kaum, da sie nicht gesammelt werden dürfen. Latschenkiefern sind essenziell für Erosions- und Lawinenschutz in den Alpen und daher stärker geschützt. Aus den Nadeln und Zweigen beider Baumarten werden durch Wasserdampfdestillation hochwertige ätherische Öle gewonnen. Während Latschenkiefernöl meist in pharmazeutischen Produkten Verwendung findet, wird Zirbenöl eher zum ‚Wohlbefinden‘ verwendet. Dem im Zirbenöl enthaltenen Pinosylvin werden viele positive Eigenschaften nachgesagt.

Im Gegensatz zur Latschenkiefer findet das Holz der Zirbe vielfältige Verwendung. Küchenutensilien, Möbel und sogar ganze Häuser, um nur einige zu nennen werden aus dem Holz der Zirbe hergestellt. Es gibt große Unterschiede zwischen Latsche und Zirbe, doch beide Baumarten haben eines Gemeinsam. Sie sind sehr wichtig für unsere Alpenwelt.

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