Nürnberger Lebkuchen
Feinste Elisen Lebkuchen · ©Lebkuchen Schmidt Nürnberg https://www.lebkuchen-schmidt.com/

Nürnberger Lebkuchen – Gebäck mit langer Tradition

Nürnberger Lebkuchen gibt es schon seit dem 14. Jahrhundert, doch erste Hinweise auf Lebkuchen findet man bereits 1000 Jahre früher. Die alten Ägypter bestrichen Kuchen mit Honig und haben diesen zusammengebacken. Aus diesem Honigkuchen ging bei uns in Deutschland im 13. Jahrhundert der Lebkuchen hervor. In Klöstern aß man während der Fastenzeit zum starken Bier gerne gepfefferte Kuchen, eben die ‚Pfefferkuchen‘. Pfeffer war damals der Sammelbegriff für alle Gewürze, um deren magenfreundliche Wirkung in Klöstern wusste. Deshalb würzten Mönche ihr ‚panis piperatus‘ mit allem was zu bekommen war. Kardamom, Muskat, Zimt, Ingwer, Anis, Koriander und natürlich mit schwarzem Pfeffer.

Historie Nürnberger Lebkuchen

Urkundlich nachgewiesen ist ein Nürnberger Lebkküchner in den Schmidgassen im Jahre 1395. Im Jahre 1487 hielt Kaiser Friedrich III Reichstag in Nürnberg ab. Er lud alle Kinder die ‚schon zu gehen vermögen‘ auf die Kaiserburg ein und beschenkte ca. 4000 Kinder mit einem Lebkuchen wo sein Bildnis aufgedruckt war. Vom eigentlichen Handwerk der Lebküchnerei wird erst ab dem 17. Jahrhundert gesprochen. Nach langjährigem vergeblichem Bemühen um Selbstständigkeit, erteilte 1643 der Rat der Stadt die Genehmigung zur Gründung einer Nürnberger Lebküchner-Zunft. Mit dem dreißigjährigen Krieg kam der Niedergang der Nürnberger Lebküchner, denn sie bekamen keine Gewürze mehr. Durch die jahrelangen Belagerung Nürnbergs durch Tilly und Wallenstein war die Stadt von der Außenwelt so gut wie abgeschnitten. Nach Ende des Krieges mussten die alten Märke erst wieder mühsam erschlossen werden. Die Gewerbefreiheit 1667 brachte dann die Wende, wenn auch der Übergang von der handwerklichen zur industriellen Herstellung einige Zeit dauerte. Beide Weltkriege brachten die Produktion von Nürnberger Lebkuchen zum Erliegen. 1916 wurde das Backen feiner Lebkuchensorten als Luxus untersagt. Den zweiten Weltkrieg überstand keine Nürnberger Lebkuchenfabrik ohne Schaden. Einige wurden vollends zerstört.

Die Lebkuchen wurden von jeher nicht nur für den Bedarf der Nürnberger, sondern auch für den Fernhandel hergestellt. Sie gingen ‚in alle Land‘ und mit ihnen der gute Ruf dieser Spezialität. Die Bezeichnung ‚Nürnberger Lebkuchen‘ ist geschützt und jeder, der sich welche gönnt, kann sich sicher sein, dass sie auch in Nürnberg hergestellt wurden.

Wir danken der Firma Lebkuchen Schmidt in Nürnberg für die Genehmigung und der Verwendung von Text- und Bildmaterial.

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