Fränkische Spezialität. Schneeballen, ein Gebäck aus Mürbteig
Schneeballen - Fränkisches Gebäck aus Mürbteig

Schneeballen – Wo es die auch im Sommer gibt

Seit mehr als 300 Jahren sind die Schneeballen – ein Gebäck aus Mürbteig, das in Schmalz gebacken wird – in der Region Hohenlohe/Franken bekannt. Den Namen verdankt diese Köstlichkeit der Urversion, einer Kugel bestreut mit Puderzucker. Wo genau der Schneeballen erfunden wurde ist leider nicht bekannt, gesichert ist aber sein fränkischer Ursprung. Einst, nur zu besonderen Anlässen gereicht, kann das über aus beliebte Gebäck heute rund um Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsbühl erworben werden. Mit ihren weltweit bekannten mittelalterlichen Altstädten, die jedes Jahr von tausenden Touristen besucht werden trat der Schneeballen auch seinen Siegeszug um die Welt an. Ansässige Unternehmen haben sich auf deren Herstellung spezialisiert, und bieten neben der klassischen Variante verschiedenste Kreationen wie Nuss, Nougat, Schoko u.v.m. an.

Herstellung der Schneeballen

Mehl, Eier, Zucker, Butter, Sahne, Salz und Zwetschgenschnaps sind die Grundzutaten dieser fränkischen Leckerei. Der so hergestellte und ausgerollte Mürbteig wird mittels eines gezackten Teigrädchens in ca. ein Zentimeter breite Streifen geschnitten und abwechselnd über und unter einem Kochlöffel gelegt. Anschließend wird der Löffel angehoben, was dem Teig ein Grundmuster verleiht. In eine spezielle Zange, dem Schneeballeneisen – ähnlich einem Tee-Ei – gegeben, wird diese in siedendes Schmalz (Pflanzenfett) getaucht und unter Drehbewegungen entsteht ein goldbrauner ausgebackener Ballen der noch warm mit Puder- oder Kristallzucker bestreut wird. Das trockene keksähnliche Gebäck und kann mehrere Wochen lang ohne Kühlung gelagert werden, deshalb ist es ein auch beliebtes Mitbringsel.

Ob mit Zimt, Schokolade, Amaretto oder klassisch mit Puderzucker: Süßer kann Franken kaum schmecken.

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