Zirbelkiefer

Zirbelkiefer – ist Zirbenholz gesund?

Vor fast 20 Jahren war die Zirbelkiefer außerhalb der Alpenraumes so gut wie unbekannt und spielte, außer als Schutzwald zu dienen, keine Rolle. Heute ist das nur in den Alpen ab 1500 Meter bis zur Baumgrenze wachsende Holz sehr begehrt. Es soll sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen auswirken, entzündungshemmend und antibakteriell sein. Ob das so ist, darüber wird leidenschaftlich diskutiert und ist umstritten.

Heute ist die Nachfrage nach dem Holz der Zirbelkiefer so hoch wie nie, wie auch sein Preis. Ein wesentlicher Grund hierfür ist eine Studie, die 2003 vom Joanneum Institut in Weiz (Österreich) über die gesundheitsfördernde Wirkung der Zirbenholzes durchgeführt wurde. Man nimmt an, dass die ätherischen Öle die sich im Zirbenholz befinden, für die gesundheitsfördernde Wirkung verantwortlich sind. Einer dieser Wirkstoffe ist das Pinosylvin. Doch wie aus einer Untersuchung der Uni Tübingen bekannt wurde, ist das Zusammenwirken verschiedener ätherischer Öle, wie sie auch im Zirbenholz vorkommen, stärker als die Einzelsubstanz.

Die Zirbelkiefer unter den Kiefern

Für die Studie des Human Research Institut in Weiz ließ man 12 Probanden je sechs Tage, also gesamt 72 Nächte in Zirbenholzbetten schlafen. Das Ergebnis: Jeder Teilnehmer ersparte sich im Durchschnitt 3500 Herzschläge pro Tag, was etwa einer Stunde ‚Herzarbeit‘ entspricht. Laut des damaligen Institutsleiters steht fest, das Zirbenholz den Schlaf verbessert und damit gesundheitsfördernd ist, denn Schlaf ist unsere wichtigste Regenerationsquelle und Voraussetzung für Gesundheit.

Eine weitere Joanneum-Studie untersuchte, ob Zirbenholz die Entwicklung von Kleidermotten verhindert. Hierzu wurden Spanplatten, Birken- und Fichtenholz mit Larven besetzt. Zeitgleich wurden Behältnisse aus Kunststoff beobachtet. Es zeigte sich, dass Zirbenholz die Larvenentwicklung der Kleidermotte innerhalb von knapp drei Monaten am stärksten hindert. Fichtenholz schnitt ebenfalls gut ab.

Kritiker weisen immer darauf hin, dass die Studie nicht repräsentativ sei. Doch eine 2016 durchgeführte japanische Studie mit der Zirbelkiefer nahe verwandten Kiefern kam 2016 zu ähnlichen Ergebnissen.

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